Orbitarot
Tarotkarte Zehn der Stäbe (10 der Stäbe) aus dem Deck von Pamela Colman Smith (1909)

Zehn der Stäbe: Bedeutung der Tarotkarte

Du trägst so viel, dass du kaum noch darüber hinwegsehen kannst: ein Bild für schwere Verantwortung, Überlastung und die Mühe, alles allein zu stemmen.

  • Last
  • Überlastung
  • Verantwortung
  • harte Arbeit
  • durchhalten

Eine Karte ziehen Ja oder Nein fragen

ArkanaKleine Arkana, Farbe Stäbe
Zahl10 der Stäbe
ElementFeuer
Ja oder NeinNein aufrecht, vielleicht umgekehrt
Auf dieser Seite (12)

Was die Karte zeigt

Ein Mann in orangefarbener Tunika beugt sich nach vorn, die Arme um ein Bündel aus zehn Stäben geschlungen, das so groß ist, dass es ihm die Sicht nimmt. Mühsam stapft er auf eine kleine Stadt mit einem rot gedeckten Haus in der Ferne zu. Sein gesenkter Kopf und das verdeckte Gesicht werden meist als Preis der Überarbeitung gedeutet, die nahe Stadt zeigt, dass das Ziel nicht mehr weit ist.

Zehn der Stäbe aufrecht

Bei der Zehn der Stäbe geht es darum, zu viel zu tragen. Verpflichtungen haben sich aufgetürmt, oft weil du immer wieder Ja gesagt hast. Vielleicht jonglierst du Arbeit, Familienpflichten und Zusagen, die sich einmal aufregend anfühlten und jetzt nur noch schwer sind. Die Gestalt kann nicht einmal sehen, wohin sie geht, weil ihr das Bündel im Weg ist.

Die gute Nachricht: Das Haus ist nah. Diese Karte erscheint oft gegen Ende einer harten Phase, wenn das Ziel in Sicht ist, die Anstrengung sich aber endlos anfühlt. Trotzdem bittet sie dich, genau hinzusehen, wie du die Last trägst. Ließe sich ein Teil davon teilen, ablegen oder anders verteilen? Stärke heißt nicht nur durchhalten. Sie heißt auch zu wissen, welche Stäbe zu dir gehören und welche du aus Gewohnheit oder schlechtem Gewissen aufgehoben hast. Schon einen davon abzulegen kann den Rest des Weges viel leichter machen.

Zehn der Stäbe umgekehrt

  • loslassen
  • abgeben
  • Erleichterung
  • Zusammenbruch
  • Hilfe ablehnen

Umgekehrt kann die Zehn der Stäbe Erleichterung zeigen. Vielleicht gibst du endlich Aufgaben ab, bittest um Hilfe oder sagst zum ersten Mal seit Langem Nein. Diese Veränderung fühlt sich anfangs seltsam an, dann befreiend.

Sie kann aber auch auf eine Last hinweisen, die zusammenbricht. Wenn du Unterstützung weiter ablehnst, fällt das Bündel vielleicht von selbst auseinander, durch verpasste Fristen oder weil dir einfach die Puste ausgeht. So oder so bittet dich die Karte, etwas abzulegen. Entscheide selbst, was du loslässt, bevor die Entscheidung für dich getroffen wird.

Zehn der Stäbe in der Liebe

Aufrecht: Als Single bist du vielleicht gerade zu beschäftigt oder zu ausgelastet, um Platz für Dates zu schaffen. In einer Beziehung trägt womöglich einer von euch den Großteil der emotionalen oder praktischen Arbeit, und das kann mit der Zeit Groll aufbauen.

Umgekehrt verteilt ihr Aufgaben und Sorgen vielleicht gerade gerechter. Die Karte kann aber auch einen Bruchpunkt anzeigen, wenn das Ungleichgewicht nicht angesprochen wird.

Zehn der Stäbe in Beruf und Arbeit

Aufrecht: Im Beruf bist du vielleicht mit Aufgaben oder Verantwortung überladen. Setze Prioritäten, gib ab, wo du kannst, und halte Ausschau nach dem Ende dieser vollen Phase.

Umgekehrt bist du vielleicht bereit, Arbeit abzugeben oder Verpflichtungen fallen zu lassen, die nicht mehr passen. Wenn du kurz vor dem Ausbrennen stehst, ist jetzt die Zeit, um Hilfe zu bitten.

Zehn der Stäbe als Gefühl

Diese Person fühlt sich vielleicht von ihren eigenen Pflichten erdrückt und kann dir nicht so viel geben, wie sie gern würde. Du bist ihr wichtig, aber sie ist am Limit.

Zehn der Stäbe als Rat

Leg ab, was nicht deine Last ist. Gib diese Woche eine Verpflichtung ab, sag sie ab oder lass sie fallen.

Zehn der Stäbe in einer Tarot-Legung

Dieselbe Karte bedeutet je nach Position etwas anderes. Das sind die Deutungen, die unsere Legesysteme verwenden, wenn die Karte „Zehn der Stäbe“ an der jeweiligen Position liegt. Probier es aus: Drei-Karten-Legung, Keltisches Kreuz.

Aufrecht

Als VergangenheitSchon lange trägst du zu viele Stäbe im Arm. Die Verantwortung hat sich aufgetürmt, und du hast mit reiner Willenskraft weitergemacht, oft ohne viel Hilfe.
Als GegenwartGerade trägst du so viel, dass du kaum darüber hinwegsehen kannst. Pflichten, Aufgaben oder die Bedürfnisse anderer lasten schwer auf dir, und die Belastung ist echt.
Als Zukunft oder ErgebnisDie Last steuert auf eine Veränderung zu. Du bist nah am Ziel, aber etwas wird abgelegt oder geteilt werden müssen.
Als HindernisÜberlastung ist das Hindernis. Wer alles selbst machen will, hat keinen Raum mehr für Ruhe, klares Denken oder Freude an der Arbeit.
Als RatSchreib auf, was du alles trägst, und leg mindestens eine Sache ab oder gib sie ab. Du musst deinen Wert nicht beweisen, indem du alles allein machst.

Umgekehrt

Als VergangenheitHinter dir liegt eine Last, die dir endlich zu entgleiten begann. Entweder hast du einen Teil abgelegt, oder es wurde zu viel, um es weiter zu halten.
Als GegenwartDas Bündel rutscht dir gerade aus den Händen. Vielleicht lässt du endlich Verantwortung los, oder du fühlst dich kurz davor, darunter zu zerbrechen.
Als Zukunft oder ErgebnisErleichterung ist möglich, wenn du sie zulässt. Was du ablegst, obwohl es nicht deins ist, macht den Rest meist viel leichter.
Als HindernisHilfe abzulehnen ist das Hindernis. Wer aus Stolz oder Gewohnheit an jeder Aufgabe festhält, verpasst die Erleichterung, die schon bereitsteht.
Als RatGib ab, was jemand anderes tragen kann, und nimm vorerst keine neuen Aufgaben an. Die Erleichterung beginnt, wenn du dir erlaubst, Dinge abzulegen.

Zehn der Stäbe: Was A. E. Waite 1910 schrieb

Waite hat dieses Deck mit Pamela Colman Smith entworfen und die Bedeutungen in The Pictorial Key to the Tarot veröffentlicht (1910, gemeinfrei). Seine Worte im englischen Original, mit unserer Übersetzung:

Bedeutung beim Kartenlegen:

A card of many significances, and some of the readings cannot be harmonized. I set aside that which connects it with honour and good faith. The chief meaning is oppression simply, but it is also fortune, gain, any kind of success, and then it is the oppression of these things. It is also a card of false-seeming, disguise, perfidy. The place which the figure is approaching may suffer from the rods that he carries. Success is stultified if the Nine of Swords follows, and if it is a question of a lawsuit, there will be certain loss.

Unsere Übersetzung: Eine Karte vieler Bedeutungen, und manche der Deutungen lassen sich nicht in Einklang bringen. Ich lasse beiseite, was sie mit Ehre und Treu und Glauben verbindet. Die Hauptbedeutung ist schlicht Unterdrückung, aber sie ist auch Glück, Gewinn, jede Art von Erfolg, und dann ist sie die Bedrückung durch diese Dinge. Sie ist auch eine Karte des falschen Scheins, der Verkleidung, der Treulosigkeit. Der Ort, dem sich die Gestalt nähert, kann unter den Stäben leiden, die sie trägt. Der Erfolg wird zunichtegemacht, wenn die Neun der Schwerter folgt, und geht es um einen Rechtsstreit, wird er gewiss verloren.

Umgekehrt:

Contrarieties, difficulties, intrigues, and their analogies.

Unsere Übersetzung: Widrigkeiten, Schwierigkeiten, Ränke und das, was ihnen ähnelt.

Unterdrückung, 1910 die Hauptbedeutung, entspricht der heutigen schweren Last, und Waite nennt sogar die Bedrückung durch den Erfolg selbst. Er führt außerdem falschen Schein und Verkleidung auf, einen verlorenen Rechtsstreit und einen zunichtegemachten Erfolg, wenn die Neun der Schwerter folgt, nichts davon findet sich in der heutigen Deutung.

Zehn der Stäbe: Ja- oder Nein-Karte?

Aufrecht: Nein Die Gestalt ist unter zu vielen Stäben gebeugt und sieht nicht nach vorn, darum tendiert die Karte zu Nein, bis die Last leichter ist.

Umgekehrt: Vielleicht Umgekehrt beginnst du, die Last abzulegen, das Schlimmste der Anstrengung geht vielleicht vorüber, und die Antwort wird weicher: vielleicht.

Stell deine eigene Frage mit dem Ja-Nein-Tarot. Keine Karten zur Hand? Das Orakel Ja Nein antwortet dir mit einem Pendel.

Häufige Fragen

Zehn der Stäbe im Tarot: Was bedeutet die Karte?

Du trägst so viel, dass du kaum noch darüber hinwegsehen kannst: ein Bild für schwere Verantwortung, Überlastung und die Mühe, alles allein zu stemmen. Umgekehrt beginnt das Bündel zu rutschen, und das kann bedeuten, dass du endlich etwas davon ablegst, oder dass die Last zu schwer wird, um sie zu halten. Ja oder Nein: Nein aufrecht, vielleicht umgekehrt.

Zehn der Stäbe umgekehrt: Was bedeutet das?

Umgekehrt beginnt das Bündel zu rutschen, und das kann bedeuten, dass du endlich etwas davon ablegst, oder dass die Last zu schwer wird, um sie zu halten.

Zehn der Stäbe: Ja- oder Nein-Karte?

Aufrecht: Nein. Die Gestalt ist unter zu vielen Stäben gebeugt und sieht nicht nach vorn, darum tendiert die Karte zu Nein, bis die Last leichter ist. Umgekehrt tendiert die Karte zu vielleicht. Umgekehrt beginnst du, die Last abzulegen, das Schlimmste der Anstrengung geht vielleicht vorüber, und die Antwort wird weicher: vielleicht.

Zehn der Stäbe als Gefühl: Was empfindet die andere Person?

Diese Person fühlt sich vielleicht von ihren eigenen Pflichten erdrückt und kann dir nicht so viel geben, wie sie gern würde. Du bist ihr wichtig, aber sie ist am Limit.

Weitere Karten: Stäbe

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