Orbitarot
Tarotkarte Acht der Schwerter (8 der Schwerter) aus dem Deck von Pamela Colman Smith (1909)

Acht der Schwerter: Bedeutung der Tarotkarte

Die Acht der Schwerter aufrecht zeigt das Gefühl, gefangen oder machtlos zu sein, oft mehr durch Angst und Zweifel als durch die Lage selbst, und es gibt mehr Freiheit, als es scheint.

  • sich gefangen fühlen
  • Selbstzweifel
  • einschränkende Überzeugungen
  • Hilflosigkeit
  • Angst

Eine Karte ziehen Ja oder Nein fragen

ArkanaKleine Arkana, Farbe Schwerter
Zahl8 der Schwerter
ElementLuft
Ja oder NeinNein aufrecht, vielleicht umgekehrt
Auf dieser Seite (12)

Was die Karte zeigt

Eine Frau in einem langen roten Kleid steht mit verbundenen Augen da, die Arme lose mit Stoff gefesselt, umgeben von acht Schwertern, die im schlammigen Boden stecken. Die Schwerter bilden zu beiden Seiten einen Zaun, lassen den Weg vor ihr aber frei, und hinter ihr steht eine Burg auf einem felsigen Hügel. Augenbinde und Fesseln werden als Angst und Selbstzweifel gedeutet, während die Lücke zwischen den Schwertern und die losen Bänder andeuten, dass sie frei gehen könnte, sobald sie ihre Lage klar sieht.

Acht der Schwerter aufrecht

Die Acht der Schwerter zeigt das Gefühl, eingesperrt zu sein. Vielleicht glaubst du, keine Möglichkeiten zu haben, jeder Weg sei versperrt oder jeder Schritt mache alles schlimmer. Die Frau auf der Karte kann nicht sehen und ihre Arme nicht gebrauchen, also bleibt sie stehen. Doch schau genauer hin: Ihre Füße sind frei, die Fesseln sind locker, und die Schwerter umgeben sie nicht ganz.

Darin liegt der Kern dieser Karte. Die Falle besteht oft mehr aus Gedanken als aus Tatsachen. Sorgen, alte Überzeugungen darüber, was du verdienst, und die Angst, etwas falsch zu machen, können sich wie feste Mauern anfühlen. Aufrecht lädt dich die Karte ein, diese Mauern eine nach der anderen zu hinterfragen. Frag dich, was du tatsächlich weißt, statt was du befürchtest. Bitte um Hilfe von außen oder um eine zweite Meinung, denn jemand außerhalb des Kreises sieht vielleicht die Lücke, die du nicht siehst. Dann mach einen kleinen Schritt. Jeder Schritt zeigt dir ein Stück mehr vom Boden.

Acht der Schwerter umgekehrt

  • Befreiung
  • ein neuer Blickwinkel
  • Selbstannahme
  • Freiheit
  • die Kontrolle zurückgewinnen

Umgekehrt markiert die Acht der Schwerter oft einen Wendepunkt. Die Augenbinde verrutscht, du erkennst, dass die Mauern nicht so fest waren, wie sie aussahen, und du setzt dich in Bewegung. Das Selbstvertrauen kehrt zurück, während du Entscheidungen zurückholst, die du der Angst oder anderen Menschen überlassen hattest.

In manchen Legungen kann sie das Gegenteil zeigen: ängstliche Gedanken, die ihren Griff verstärken, oder einen Ausweg, den du kennst, aber zögerst zu nehmen. Wenn das passt, fang klein an. Freiheit kommt meist Schritt für Schritt, nicht in einem einzigen Sprung, und jede Entscheidung, die du für dich selbst triffst, lockert die Fesseln ein wenig mehr.

Acht der Schwerter in der Liebe

Aufrecht: Als Single halten dich vielleicht die Angst, verletzt zu werden, oder alte Überzeugungen über die Liebe zurück. In einer Beziehung fühlst du dich womöglich festgefahren oder traust dich nicht, etwas anzusprechen, obwohl es mehr Möglichkeiten gibt, als es scheint.

Umgekehrt lässt du Ängste los, die dich in der Liebe festgehalten haben. Ein klarerer Blick gibt dir die Freiheit zu wählen, was du willst.

Acht der Schwerter in Beruf und Arbeit

Aufrecht: Im Beruf fühlst du dich vielleicht in einer Rolle gefangen oder weißt nicht, wie du die Richtung ändern sollst. Schreib deine echten Möglichkeiten auf; meist sind es mehr, als du denkst.

Umgekehrt findest du einen Weg aus einer beruflichen Lage, die dich eingeengt hat. Mach einen praktischen Schritt hin zu der Veränderung, die du willst.

Acht der Schwerter als Gefühl

Diese Person ist in deiner Nähe vielleicht unsicher oder gehemmt: Sie möchte handeln, wird aber von eigenen Ängsten oder Zweifeln gebremst.

Acht der Schwerter als Rat

Hinterfrage die Überzeugungen, die dich festhalten, und mach dann einen kleinen Schritt nach vorn.

Acht der Schwerter in einer Tarot-Legung

Dieselbe Karte bedeutet je nach Position etwas anderes. Das sind die Deutungen, die unsere Legesysteme verwenden, wenn die Karte „Acht der Schwerter“ an der jeweiligen Position liegt. Probier es aus: Drei-Karten-Legung, Keltisches Kreuz.

Aufrecht

Als VergangenheitAngst und Selbstzweifel haben geprägt, was vorher war. Vielleicht hast du dich von Umständen gefangen gefühlt, die damals lockerer waren, als sie schienen.
Als GegenwartDu fühlst dich gerade eingeengt. Die Fesseln sind echt, doch vieles, was dich festhält, sind Angst und Zweifel und nicht die Lage selbst.
Als Zukunft oder ErgebnisDas Gefühl der Enge hält vielleicht noch eine Weile an. Doch ein Ausweg zeigt sich meist, sobald du die Grenzen prüfst, die du für unverrückbar hältst.
Als HindernisEinschränkende Überzeugungen sind die größte Blockade. Die Geschichte, dass du keine Wahl hast, hält dich davon ab, die Möglichkeiten zu nutzen, die du tatsächlich hast.
Als RatStell die Mauern infrage. Nimm die Augenbinde ab, schreib jede Möglichkeit auf, so klein sie auch ist, und mach einen Schritt, um dir zu beweisen, dass du dich bewegen kannst.

Umgekehrt

Als VergangenheitVor Kurzem hast du begonnen, dich zu befreien. Die Augenbinde ist verrutscht, und du hast Möglichkeiten bemerkt, die dir die Angst verborgen hatte.
Als GegenwartDu holst dir die Kontrolle zurück. Die Selbstzweifel lockern sich, und du siehst einen Weg aus einer Lage, die sich einmal völlig festgefahren anfühlte.
Als Zukunft oder ErgebnisDie Richtung heißt Freiheit. Wenn du dich mehr und mehr annimmst, findest du wahrscheinlich mehr Spielraum, als du erwartet hast.
Als HindernisAlte Ängste können sich wieder einschleichen. Ein einziger Rückschlag verleitet dich vielleicht, die Augenbinde wieder umzubinden und zu bleiben, wo du bist.
Als RatGeh weiter hinaus. Vertrau dem neuen Blick, den du gewonnen hast, handle jeden Tag ein wenig danach und erkenne jeden Schritt an.

Acht der Schwerter: Was A. E. Waite 1910 schrieb

Waite hat dieses Deck mit Pamela Colman Smith entworfen und die Bedeutungen in The Pictorial Key to the Tarot veröffentlicht (1910, gemeinfrei). Seine Worte im englischen Original, mit unserer Übersetzung:

Bedeutung beim Kartenlegen:

Bad news, violent chagrin, crisis, censure, power in trammels, conflict, calumny; also sickness.

Unsere Übersetzung: Schlechte Nachrichten, heftiger Verdruss, Krise, Tadel, gefesselte Macht, Konflikt, Verleumdung; auch Krankheit.

Umgekehrt:

Disquiet, difficulty, opposition, accident, treachery; what is unforeseen; fatality.

Unsere Übersetzung: Unruhe, Schwierigkeit, Widerstand, Unfall, Verrat; das Unvorhergesehene; Verhängnis.

Heutige Deutungen sehen eine größtenteils selbst gemachte Falle mit mehr Freiheit, als es scheint. Waite war düsterer und wörtlicher und nannte schlechte Nachrichten, Krise, Verleumdung und Krankheit; seine umgekehrte Bedeutung fügt Unfall, Verrat und Verhängnis hinzu statt der heutigen verrutschenden Augenbinde.

Acht der Schwerter: Ja- oder Nein-Karte?

Aufrecht: Nein Die gefesselte Gestalt mit der Augenbinde kann ihren Ausweg noch nicht sehen, darum tendiert die Karte aufrecht vorerst zu Nein.

Umgekehrt: Vielleicht Umgekehrt verrutscht die Augenbinde und Möglichkeiten zeigen sich, darum wird die Antwort weicher: „Vielleicht“.

Stell deine eigene Frage mit dem Ja-Nein-Tarot. Keine Karten zur Hand? Das Orakel Ja Nein antwortet dir mit einem Pendel.

Häufige Fragen

Acht der Schwerter im Tarot: Was bedeutet die Karte?

Die Acht der Schwerter aufrecht zeigt das Gefühl, gefangen oder machtlos zu sein, oft mehr durch Angst und Zweifel als durch die Lage selbst, und es gibt mehr Freiheit, als es scheint. Umgekehrt deutet die Acht der Schwerter darauf hin, dass die Augenbinde verrutscht: Du beginnst, einen Ausweg zu sehen, und nimmst deine Entscheidungen wieder selbst in die Hand. Ja oder Nein: Nein aufrecht, vielleicht umgekehrt.

Acht der Schwerter umgekehrt: Was bedeutet das?

Umgekehrt deutet die Acht der Schwerter darauf hin, dass die Augenbinde verrutscht: Du beginnst, einen Ausweg zu sehen, und nimmst deine Entscheidungen wieder selbst in die Hand.

Acht der Schwerter: Ja- oder Nein-Karte?

Aufrecht: Nein. Die gefesselte Gestalt mit der Augenbinde kann ihren Ausweg noch nicht sehen, darum tendiert die Karte aufrecht vorerst zu Nein. Umgekehrt tendiert die Karte zu vielleicht. Umgekehrt verrutscht die Augenbinde und Möglichkeiten zeigen sich, darum wird die Antwort weicher: „Vielleicht“.

Acht der Schwerter als Gefühl: Was empfindet die andere Person?

Diese Person ist in deiner Nähe vielleicht unsicher oder gehemmt: Sie möchte handeln, wird aber von eigenen Ängsten oder Zweifeln gebremst.

Weitere Karten: Schwerter

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