Orbitarot
Tarotkarte Das Gericht aus dem Deck von Pamela Colman Smith (1909)

Das Gericht: Bedeutung der Tarotkarte

Das Gericht aufrecht markiert ein Erwachen, einen Moment, um ehrlich auf die Vergangenheit zu schauen, zu vergeben, was Vergebung braucht, und einem Ruf zu einem erfüllteren Leben zu folgen.

  • Erwachen
  • Abrechnung
  • eine Berufung
  • Erneuerung
  • Vergebung

Eine Karte ziehen Ja oder Nein fragen

ArkanaGroße Arkana
ZahlXX (20)
Astrologie (Golden Dawn)Feuer
Ja oder NeinJa aufrecht, vielleicht umgekehrt
Auf dieser Seite (12)

Was die Karte zeigt

Ein großer geflügelter Engel beugt sich aus den Wolken und bläst in eine goldene Posaune, an der eine weiße Fahne mit rotem Kreuz hängt. Unten erheben sich Männer, Frauen und Kinder aus offenen Särgen, die auf dem Wasser treiben, die Arme dem Klang entgegengestreckt, hinter ihnen verschneite Berge. Die Posaune gilt als Weckruf, die aufstehenden Gestalten als Menschen, die ihm folgen, und ihre offenen Arme als Bereitschaft, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und neu anzufangen.

Das Gericht aufrecht

Das Gericht ist die Karte des Weckrufs. Etwas ertönt, und dir wird klar, dass du nicht zurückkannst zu dem, wie es war. In einer Legung markiert sie meist einen Moment der Klarheit über dein Leben: was funktioniert hat, was nicht, und was du als Nächstes wirklich tun sollst.

Trotz ihres Namens geht es bei dieser Karte weniger darum, von anderen beurteilt zu werden, als darum, dich selbst ehrlich und mit Mitgefühl zu sehen. Die Gestalten, die aus ihren Kästen steigen, haben keine Angst. Sie öffnen die Arme zur Posaune hin. Aufrecht lädt dich das Gericht ein, auf die Vergangenheit zurückzuschauen, die Lehren mitzunehmen, dir und anderen zu vergeben und dann leichter weiterzugehen. Es kann auf eine Berufung hinweisen, etwa einen Beruf, eine Sache, für die du dich einsetzt, oder die Rückkehr zu etwas, das du einmal geliebt hast. Es kann auch einen entscheidenden Moment markieren, in dem du endlich eine Wahl triffst, um die du lange gekreist bist. Hör hin, was dich ruft, und antworte darauf.

Das Gericht umgekehrt

  • Selbstkritik
  • den Ruf überhören
  • Zweifel
  • Reue
  • stockendes Wachstum

Umgekehrt kann das Gericht den inneren Kritiker in voller Lautstärke zeigen. Vielleicht spielst du alte Fehler immer wieder durch, zweifelst an deinem Wert oder fürchtest, was andere sagen werden, und das hält dich fest.

Es kann auch auf einen Ruf hinweisen, den du bewusst überhörst: eine Veränderung, von der du weißt, dass du sie brauchst, die du aber immer wieder aufschiebst. Sei sanft und ehrlich mit dir. Zurückzuschauen hilft nur, wenn es zum Lernen führt, nicht zur Bestrafung. Schreib eine Lehre aus der Vergangenheit auf und einen Schritt, den du jetzt gehen kannst. Alte Reue loszulassen ist oft genau das, was dich frei macht, dem Ruf endlich zu folgen.

Das Gericht in der Liebe

Aufrecht: Für Singles deutet das Gericht darauf hin, dass du klar erkennst, was du in der Liebe brauchst, vielleicht nachdem du über frühere Beziehungen nachgedacht hast. In einer Beziehung zeigt es Erneuerung, Vergebung und eine tiefere Verbindlichkeit.

Umgekehrt kann es zeigen, dass alte Wunden oder Schuldzuweisungen im Weg stehen oder dass eine nötige Entscheidung gescheut wird. Ehrliches Nachdenken kann helfen, die Luft zu reinigen.

Das Gericht in Beruf und Arbeit

Aufrecht begünstigt das Gericht, deine wahre Berufung zu finden, eine große berufliche Entscheidung zu treffen oder in eine Rolle zu wachsen, die zu dem Menschen passt, der du geworden bist. Deine bisherige Erfahrung bereitet dich darauf vor.

Umgekehrt kann es darauf hinweisen, dass du dich selbst ständig infrage stellst oder einen Anstoß zum Richtungswechsel überhörst. Hör auf das, was immer wieder zu dir zurückkommt.

Das Gericht als Gefühl

Diese Person denkt ernsthaft über die Beziehung nach und fühlt sich gerufen, eine echte Entscheidung über dich zu treffen.

Das Gericht als Rat

Schau ehrlich zurück, vergib der Vergangenheit und folge dem Ruf, den du immer wieder hörst.

Das Gericht in einer Tarot-Legung

Dieselbe Karte bedeutet je nach Position etwas anderes. Das sind die Deutungen, die unsere Legesysteme verwenden, wenn die Karte „Das Gericht“ an der jeweiligen Position liegt. Probier es aus: Drei-Karten-Legung, Keltisches Kreuz.

Aufrecht

Als VergangenheitHinter dieser Lage steht ein Weckruf. Ein Moment der Klarheit hat dir gezeigt, dass du nicht zurückkannst zu dem, wie es war, und er hat ein neues Kapitel in Gang gesetzt.
Als GegenwartDu bist aufgerufen, dich zu erheben. Du siehst klar, was funktioniert hat, was nicht und was du als Nächstes wirklich tun sollst.
Als Zukunft oder ErgebnisVor dir liegt wahrscheinlich ein Weckruf. Eine Entscheidung oder Erkenntnis kann dich in ein Kapitel führen, das sich mehr nach deinem eigenen anfühlt.
Als HindernisZu hart mit dir ins Gericht zu gehen, könnte der Haken sein. Auf die Vergangenheit zu blicken ist nützlich, aber an alten Fehlern zu kleben kann dich davon abhalten, dem Ruf zu folgen.
Als RatFolge dem Ruf, den du schon länger hörst. Denk ehrlich über die Vergangenheit nach, vergib, was du kannst, und geh die Veränderung an, von der du weißt, dass du sie brauchst.

Umgekehrt

Als VergangenheitHarte Selbstkritik oder ein Ruf, dem du nicht folgen wolltest, lastet auf dir. Alte Fehler immer wieder durchzuspielen hat dich davon abgehalten, voranzukommen.
Als GegenwartDer innere Kritiker ist vielleicht gerade in voller Lautstärke. Zweifel, Reue oder die Angst vor dem Urteil anderer halten dich von einer Veränderung ab, die du brauchst.
Als Zukunft oder ErgebnisWenn sich nichts bewegt, kann das Wachstum ins Stocken geraten. Sanfter mit dir umzugehen und auf den inneren Ruf zu hören, kann trotzdem noch ein neues Kapitel öffnen.
Als HindernisSelbstkritik und Reue stehen dir im Weg. An vergangenen Fehlern zu kleben oder einen klaren inneren Ruf zu überhören, hält das neue Kapitel verschlossen.
Als RatSei so freundlich zu dir, wie du es zu einer Freundin oder einem Freund wärst. Vergib, was geschehen ist, und mach einen kleinen Schritt zu der Veränderung, die du immer wieder aufschiebst.

Das Gericht: Was A. E. Waite 1910 schrieb

Waite hat dieses Deck mit Pamela Colman Smith entworfen und die Bedeutungen in The Pictorial Key to the Tarot veröffentlicht (1910, gemeinfrei). Seine Worte im englischen Original, mit unserer Übersetzung:

Bedeutung beim Kartenlegen:

Change of position, renewal, outcome. Another account specifies total loss though lawsuit.

Unsere Übersetzung: Veränderung der Stellung, Erneuerung, Ausgang. Eine andere Deutung nennt ausdrücklich völligen Verlust durch einen Rechtsstreit.

Umgekehrt:

Weakness, pusillanimity, simplicity; also deliberation, decision, sentence.

Unsere Übersetzung: Schwäche, Kleinmut, Einfalt; auch Überlegung, Entscheidung, Urteilsspruch.

Moderne Deutungen sehen im Gericht ein Erwachen und einen Ruf zu einem erfüllteren Leben. Waites aufrechte Liste ist kürzer und weltlicher, Veränderung der Stellung und Erneuerung, dazu eine Deutung mit völligem Verlust durch einen Rechtsstreit, und seine umgekehrte Bedeutung stellt Schwäche neben Überlegung und Urteilsspruch.

Das Gericht: Ja- oder Nein-Karte?

Aufrecht: Ja Die Posaune ertönt, und die Gestalten erheben sich, um ihr zu folgen, darum tendiert das Gericht aufrecht zu Ja, besonders bei einer Entscheidung, die du sorgfältig abgewogen hast.

Umgekehrt: Vielleicht Umgekehrt halten dich Zweifel und Selbstkritik zurück, darum lautet die Antwort „Vielleicht“, bis du bereit bist, dem Ruf zu folgen.

Stell deine eigene Frage mit dem Ja-Nein-Tarot. Keine Karten zur Hand? Das Orakel Ja Nein antwortet dir mit einem Pendel.

Mehr erfahren: ob die Karte „Das Gericht“ eine deiner Geburtskarten ist.

Häufige Fragen

Das Gericht im Tarot: Was bedeutet die Karte?

Das Gericht aufrecht markiert ein Erwachen, einen Moment, um ehrlich auf die Vergangenheit zu schauen, zu vergeben, was Vergebung braucht, und einem Ruf zu einem erfüllteren Leben zu folgen. Umgekehrt deutet das Gericht auf harte Selbstkritik oder die Weigerung hin, auf einen inneren Ruf zu hören, und das hält dich davon ab, ein neues Kapitel zu beginnen. Ja oder Nein: Ja aufrecht, vielleicht umgekehrt.

Das Gericht umgekehrt: Was bedeutet das?

Umgekehrt deutet das Gericht auf harte Selbstkritik oder die Weigerung hin, auf einen inneren Ruf zu hören, und das hält dich davon ab, ein neues Kapitel zu beginnen.

Das Gericht: Ja- oder Nein-Karte?

Aufrecht: Ja. Die Posaune ertönt, und die Gestalten erheben sich, um ihr zu folgen, darum tendiert das Gericht aufrecht zu Ja, besonders bei einer Entscheidung, die du sorgfältig abgewogen hast. Umgekehrt tendiert die Karte zu vielleicht. Umgekehrt halten dich Zweifel und Selbstkritik zurück, darum lautet die Antwort „Vielleicht“, bis du bereit bist, dem Ruf zu folgen.

Das Gericht als Gefühl: Was empfindet die andere Person?

Diese Person denkt ernsthaft über die Beziehung nach und fühlt sich gerufen, eine echte Entscheidung über dich zu treffen.

Weitere Karten: Große Arkana

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