Orbitarot
Tarotkarte Der Mond aus dem Deck von Pamela Colman Smith (1909)

Der Mond: Bedeutung der Tarotkarte

Der Mond aufrecht weist auf eine Zeit der Ungewissheit hin, in der die Dinge nicht sind, wie sie scheinen, und bittet dich, vorsichtig voranzugehen und eher der Intuition als dem Anschein zu trauen.

  • Ungewissheit
  • Illusion
  • Intuition
  • Ängste
  • das Unterbewusste

Eine Karte ziehen Ja oder Nein fragen

ArkanaGroße Arkana
ZahlXVIII (18)
Astrologie (Golden Dawn)Fische
Ja oder NeinNein aufrecht, vielleicht umgekehrt
Auf dieser Seite (12)

Was die Karte zeigt

Ein großer gelber Mond mit einem schlafenden Gesicht im Profil scheint zwischen zwei grauen Türmen und lässt kleine gelbe Tropfen zur Erde fallen. Unter ihm heulen ein Hund und ein Wolf zum Himmel hinauf, während ein Flusskrebs aus einem Teich auf einen schmalen Pfad kriecht, der sich zwischen den Türmen hindurch zu fernen Hügeln windet. Das fahle Licht gilt als eine nur halb sichtbare Welt, Hund und Wolf als unsere zahme und unsere wilde Seite und der Krebs als Ängste und Gefühle, die aus der Tiefe aufsteigen.

Der Mond aufrecht

Der Mond ist die Karte des halb beleuchteten Weges. Im Mondlicht verschwimmen die Formen, und Schatten wirken größer, als sie sind. In einer Legung bedeutet er oft, dass du noch nicht das ganze Bild hast. Vielleicht fehlen Informationen, vielleicht ist jemand nicht ganz offen, oder deine eigenen Sorgen färben, was du siehst.

Aufrecht bittet dich der Mond, keine großen Entscheidungen aus Angst oder aufgrund von Gerüchten zu treffen. Achte auf die Tiere auf der Karte. Hund und Wolf heulen, und der Krebs taucht gerade erst aus dem Wasser auf. Unter der Oberfläche regt sich etwas, und das kann beunruhigen. Doch dies ist auch eine Karte der Fantasie, der Träume und der Intuition, und sie können dich leiten, wenn die Logik an ihre Grenzen kommt. Achte auf wiederkehrende Träume und Bauchgefühle, aber prüfe sie an den Tatsachen, bevor du handelst. Geh den Weg langsam. Der Morgen zeigt ihn meist deutlicher als alles Grübeln im Dunkeln.

Der Mond umgekehrt

  • zurückkehrende Klarheit
  • gelöste Angst
  • die Wahrheit tritt hervor
  • Verwirrung lichtet sich
  • innere Ruhe

Umgekehrt zeigt der Mond oft an, dass sich der Nebel lichtet. Etwas, das dich verwirrt hat, ergibt vielleicht allmählich Sinn, oder eine Angst, die du lange mit dir getragen hast, verliert ihre Kraft, sobald du sie direkt ansiehst.

Er kann auch darauf hinweisen, dass Geheimnisse herauskommen oder dass du merkst, dich in einem Menschen oder einer Lage getäuscht zu haben. Das kann wehtun, aber auf lange Sicht ist Klarheit eine Erleichterung. In manchen Legungen zeigt der umgekehrte Mond Ängste, die nach innen gekehrt und verschwiegen werden. Wenn das passt, sprich mit jemandem, der in sich ruht. Eine Angst laut auszusprechen lässt sie meist auf ihre wahre Größe schrumpfen, und dann kannst du entscheiden, was als Nächstes kommt.

Der Mond in der Liebe

Aufrecht: Für Singles deutet der Mond auf widersprüchliche Signale oder eine Anziehung hin, die teilweise auf Fantasie beruht, also nimm dir Zeit, jemanden kennenzulernen. In einer Beziehung kann er auf Unsicherheit, unausgesprochene Sorgen oder etwas hinweisen, das noch nicht ganz geteilt wurde.

Umgekehrt deutet er darauf hin, dass sich Missverständnisse klären und ehrliche Gefühle herauskommen. Vertrauen kann wachsen, sobald die Zweifel ausgesprochen sind.

Der Mond in Beruf und Arbeit

Aufrecht rät der Mond zur Vorsicht: Einzelheiten sind vielleicht unklar, oder Pläne sind nicht das, wonach sie aussehen. Verschaff dir die Fakten, bevor du dich festlegst.

Umgekehrt weist er darauf hin, dass sich die Verwirrung im Beruf lichtet und verborgene Probleme ans Licht kommen. Du kannst jetzt bessere Entscheidungen treffen.

Der Mond als Gefühl

Die Gefühle dieser Person für dich sind echt, aber verworren; vielleicht weiß sie nicht, was sie will, oder hat Angst, es zu zeigen.

Der Mond als Rat

Geh langsam voran, vertrau deinen Instinkten und prüfe die Fakten, bevor du etwas Großes entscheidest.

Der Mond in einer Tarot-Legung

Dieselbe Karte bedeutet je nach Position etwas anderes. Das sind die Deutungen, die unsere Legesysteme verwenden, wenn die Karte „Der Mond“ an der jeweiligen Position liegt. Probier es aus: Drei-Karten-Legung, Keltisches Kreuz.

Aufrecht

Als VergangenheitHinter dieser Lage steht eine Zeit der Verwirrung oder Unsicherheit, in der Schatten größer wirkten, als sie waren. Fehlende Informationen oder verborgene Ängste haben den Weg geprägt, der hierher führte.
Als GegenwartDu hast noch nicht das ganze Bild. Vielleicht fehlen Informationen, jemand ist nicht ganz offen, oder deine eigenen Sorgen färben, was du siehst.
Als Zukunft oder ErgebnisDie Dinge bewegen sich durch eine Strecke der Unsicherheit. Mit der Zeit zeigt sich mehr, also zieh keine großen Schlüsse, bevor das Licht besser wird.
Als HindernisAngst und Täuschung stehen im Weg. Ängste, die im Dunkeln wachsen, reden dir vielleicht Dinge ein, die gar nicht stimmen.
Als RatGeh langsam vor und vertraue deiner Intuition, aber prüfe deine Ängste an den Tatsachen. Warte auf klareres Licht, bevor du eine Entscheidung triffst, die sich nicht rückgängig machen lässt.

Umgekehrt

Als VergangenheitDie Verwirrung hat begonnen, sich zu lichten. Eine Angst, die du getragen hast, oder ein Missverständnis hat seinen Griff gelockert und den Weg zu diesem Moment geöffnet.
Als GegenwartDer Nebel lichtet sich. Etwas, das dich verwirrt hat, ergibt allmählich Sinn, und Ängste verlieren an Kraft, wenn du ihnen direkt ins Gesicht schaust.
Als Zukunft oder ErgebnisDer Nebel hebt sich. Verborgene Wahrheiten kommen wahrscheinlich ans Licht, und vielleicht merkst du, dass du dich in einem Menschen oder einer Lage getäuscht hast.
Als HindernisDie letzten Reste der Angst halten dich vielleicht noch zurück. Selbst wenn die Wahrheit herauskommt, können alte Sorgen länger bleiben, als sie es verdienen.
Als RatSchau direkt auf das, wovor du Angst hattest. Stell die Fragen, denen du ausgewichen bist, und lass die Wahrheit die Geschichten ersetzen, die deine Sorge erfunden hat.

Der Mond: Was A. E. Waite 1910 schrieb

Waite hat dieses Deck mit Pamela Colman Smith entworfen und die Bedeutungen in The Pictorial Key to the Tarot veröffentlicht (1910, gemeinfrei). Seine Worte im englischen Original, mit unserer Übersetzung:

Bedeutung beim Kartenlegen:

Hidden enemies, danger, calumny, darkness, terror, deception, occult forces, error.

Unsere Übersetzung: Verborgene Feinde, Gefahr, Verleumdung, Dunkelheit, Schrecken, Täuschung, okkulte Kräfte, Irrtum.

Umgekehrt:

Instability, inconstancy, silence, lesser degrees of deception and error.

Unsere Übersetzung: Unbeständigkeit, Wankelmut, Schweigen, geringere Grade von Täuschung und Irrtum.

Unsicherheit und Täuschung erscheinen in beiden Deutungen, doch Waite war viel düsterer und nannte verborgene Feinde, Gefahr, Schrecken und okkulte Kräfte. Moderne Deutungen mildern das zum Vertrauen auf die Intuition ab, und seine umgekehrte Bedeutung, geringere Grade von Täuschung und Irrtum, passt lose zur sich lichtenden Verwirrung.

Der Mond: Ja- oder Nein-Karte?

Aufrecht: Nein Der Weg unter dem Mond ist dunkel und voller Täuschungen, darum tendiert er aufrecht zu Nein, bis die Dinge klarer sind.

Umgekehrt: Vielleicht Umgekehrt beginnt sich der Nebel zu lichten, darum wird die Antwort zu einem Vielleicht, während die Wahrheit herauskommt.

Stell deine eigene Frage mit dem Ja-Nein-Tarot. Keine Karten zur Hand? Das Orakel Ja Nein antwortet dir mit einem Pendel.

Mehr erfahren: ob die Karte „Der Mond“ eine deiner Geburtskarten ist.

Häufige Fragen

Der Mond im Tarot: Was bedeutet die Karte?

Der Mond aufrecht weist auf eine Zeit der Ungewissheit hin, in der die Dinge nicht sind, wie sie scheinen, und bittet dich, vorsichtig voranzugehen und eher der Intuition als dem Anschein zu trauen. Umgekehrt deutet der Mond darauf hin, dass sich die Verwirrung zu lichten beginnt, Ängste ihren Griff verlieren und verborgene Wahrheiten allmählich ans Licht kommen. Ja oder Nein: Nein aufrecht, vielleicht umgekehrt.

Der Mond umgekehrt: Was bedeutet das?

Umgekehrt deutet der Mond darauf hin, dass sich die Verwirrung zu lichten beginnt, Ängste ihren Griff verlieren und verborgene Wahrheiten allmählich ans Licht kommen.

Der Mond: Ja- oder Nein-Karte?

Aufrecht: Nein. Der Weg unter dem Mond ist dunkel und voller Täuschungen, darum tendiert er aufrecht zu Nein, bis die Dinge klarer sind. Umgekehrt tendiert die Karte zu vielleicht. Umgekehrt beginnt sich der Nebel zu lichten, darum wird die Antwort zu einem Vielleicht, während die Wahrheit herauskommt.

Der Mond als Gefühl: Was empfindet die andere Person?

Die Gefühle dieser Person für dich sind echt, aber verworren; vielleicht weiß sie nicht, was sie will, oder hat Angst, es zu zeigen.

Weitere Karten: Große Arkana

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